In Russland habe ich leider nur ca. zwei Wochen verbracht – viel zu wenig für so ein großes und abwechslungsreiches Land. Dennoch konnte ich mir in den ersten zwei Wochen meiner Weltreise ein erstes Bild machen und viele Eindrücke sammeln.

Ulan Ude liegt eine schöne, 7-stündige Zugfahrt um das südliche Ende des Baikalsees von Irkutsk entfernt und ist ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Ostsibiriens. Noch bevor ich Ulan Ude aber erreiche, muss ich in Irkutsk meinen Voucher im Bahnhof gegen ein echtes Zugticket umtauschen.

Nach der langen Fahrt in der engen Transsib zieht es mich erst einmal in die Weite – und davon gibt es in Sibirien genug. Im Hostel in Irkutsk treffe ich auf das ungleiche und abenteuerlustige Schwesternpaar Manuela & Bettina und lasse mit ihnen Irkutsk nach nur einer Nacht hinter mir. Ziel: der legendäre Baikalsee.

Irkutsk, das Ziel vieler Transsib-Reisenden aus Moskau oder Vladivostok, wird in den Reiseführern als „Paris“ oder  „Perle“ Sibiriens bezeichnet. Wie es bei hohen Erwartungen oftmals ist, war die Stadt zunächst etwas enttäuschend.

Beim Betreten des Zugwaggons in der dritten Klasse der Transsibirischen Eisenbahn fühlt man sich wie in einer Berghütte – es ist eng und riecht leicht nach Holzfeuer, aber nicht unangenehm. Es ist eher gemütlich.

In Griechenland haben mich die Leute an der Grenze vor den gemeingefährlichen Türken gewarnt. Hier in Moskau ist es mein türkischer Zimmergenosse, der mich vor den Gemeinheiten der Russen warnt. Bislang habe ich diese jedoch noch nicht kennen gelernt, im Gegenteil.

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