Ausrüstung

Was nimmt man alles auf eine Weltreise mit, wie viel Gepäck braucht man wirklich? Im Internet gibt es zahlreiche Blogs mit Ausrüstungslisten und Tipps, die einem die Planung und Entscheidung über die Ausrüstung erleichtern. Auch ich habe im Vorfeld der Reise zahllose Seiten abgegrast, um eine Idee über die wichtigsten Ausrüstungsteile zu bekommen.

Was man am Ende wirklich mitnimmt hängt sehr von den eigenen Bedürfnissen und Reiseplanungen ab. Hier möchte ich meine bisherigen Erfahrungen teilen und nur einige Ausrüstungsteile vorstellen, von denen ich besonders überzeugt bin.

 

Das wichtigste Reisegadget: das Smartphone

iPhoneDas mit Abstand nützlichste Gadget ist auf jeden Fall das iPhone (oder jedes andere Smartphone). Es ist wie zum Reisen gemacht. Ich habe eine Offline-Karten App („MapsWithMe“) installiert, die mir schon unzählige Male geholfen hat, mich in einer neuen Stadt zurecht zu finden, das Hostel zu finden oder zu wissen, an welchem Bahnhof ich aussteigen muss (an chinesischen Bahnhöfen beispielsweise gibt es höchstens ein einziges, kleines Schild mit dem Namen des Bahnhofs)… Eine unverzichtbare Hilfe! Außerdem benutze ich eine App zum Notieren meiner Ausgaben („Toshl Finance“), eine App zur Währungsumrechnung („xe Currency“), den Kalender, die Notizen-App zum Notieren von Infos unterwegs, ich benutze das iPhone als MP3-Player… es ist ein echtes Universalwerkzeug.

 

Macbook Air 11″

Macbook Air 11Ebenfalls wie für die Reise gemacht. Ich habe vor meiner Reise viel recherchiert und kurz mit dem Gedanken gespielt, nur ein Tablet oder einen günstigeren Windows Laptop mitzunehmen, bin aber jetzt sehr froh, mich für das MBA entschieden zu haben. Es ist sehr robust, flach, federleicht, hat eine enorm lange Batterielaufzeit, man braucht aufgrund des tollen Trackpads keine Maus mitzuschleppen, und das Betriebssystem ist völlig wartungsarm und virensicher. Ich habe mich für die Konfiguration mit 256GB SSD- und 8GB Arbeitsspeicher entschieden, wozu ich auch jedem raten würde.

Damit nicht jeder sofort auf das MBA aufmerksam wird habe ich mir im Internet eine günstige schwarze, leichte und flache Hülle bestellt, die es gut tarnt und für potentielle Diebe etwas weniger attraktiv macht.

Ein Laptop auf so eine lange Reise mitzunehmen macht Sinn. Ich bin froh, für Recherchen zum nächsten Reiseziel oder für die Hostelbuchung nicht auf die PCs in den Hostels oder im Internetcafé angewiesen zu sein. Außerdem tut es manchmal einfach gut, sich abends oder während einer langen Zugfahrt einen Film darauf anzuschauen. Auch Fotobearbeitung und dieser Blog werden durch das MBA erst möglich.

 

Kindle eBook Reader

Ausrüstung 14

Ich habe mir das Kindle Paperwhite von Amazon gekauft, um unterwegs nicht auf Bücher verzichten zu müssen und bin bislang sehr zufrieden mit dem Gerät. Es ist sehr leicht und hat eine sehr lange Akkulaufzeit und man kann es durch den beleuchteten Bildschirm auch abends im dormitory-Bett noch benutzen, wenn die Anderen schon schlafen. Ich habe es außer mit eBooks auch mit digitalen Lonely Planet Ausgaben bestückt.

 

Ultraleichtrucksäcke

Lightwave Ultrahike 60 (click)

Lightwave Ultrahike 60 1 Lightwave Ultrahike 60 2 Lightwave Ultrahike 60 3Die meisten Reiserucksäcke sind sehr schwer (ca. 2,5 – 3,5kg) und haben unnötig viele Fächer und Taschen. Um Gewicht zu sparen habe ich mich für den Ultraleichtrucksack Ultrahike 60 von Lightwave entschieden, der mit 1170g gerade mal die Hälfte von dem Gewicht normaler Rucksäcke wiegt. Es ist für mich der perfekte Reiserucksack: nicht nur ultraleicht, sondern auch extrem robust und dazu noch nahezu wasserdicht. Zudem hat der Ultrahike ein hervorragendes Tragesystem. Alt Tribut an das geringe Gewicht hat der Rucksack nur zwei Fächer – ein großes Hauptfach und eine Deckeltasche. Da ich aber sowieso alle meine Sachen in verschiedenen Packbeuteln verstaue macht mir das nichts aus; im Gegenteil finde ich es mit nur einem großen Gepäckteil übersichtlicher, als mit zahllosen Unterteilungen. Zudem sind Reißverschlüsse an Rucksäcken meist eine Schwachstelle, die auch die Wasserdichtigkeit reduzieren würde.

An dieser Stelle möchte ich den Outdoor-Onlineshop WalkOnTheWildSide aus Bonn empfehlen. Ich habe viele Outdoorshops in Aachen und Köln abgeklappert und in diesem Onlineshop die mit Abstand beste Beratung und das beste Angebot gefunden. Die Besitzer helfen einem per Telefon und Mail wirklich sehr ausführlich und ehrlich weiter und geben einem äußerst hilfreiche Tipps. Außerdem testen sie ihre Waren selbst sehr ausführlich und haben ein dementsprechend ausgewähltes und erprobtes Sortiment.

Montane Ultra Tour 22 (klick)

Montane Ultra Tour 22 Montane Ultra Tour 22 2Ich benutze den Ultra Tour 22 von Montane als Tagesrucksack und habe die Wahl bisher nicht bereut. Wie der Lightwave 60 ist auch der Daypack ultraleicht und gleichzeitig sehr robust und sogar noch nahezu wasserdicht. Das Tolle an dem Rucksack ist seine Vielseitigkeit. Wenn man will, kann man aufgrund des Rollverschlusses sehr viel darin verstauen, aber er lässt sich auch sehr klein komprimieren. Außerdem verfügt der Ultra Tour über verschiedene kleine Details wie Taschen im Hüftgurt und ein elastisches, luftdurchlässiges Fach auf der Außenseite (z.B. für nasse Handtücher oder Badehosen). Ich kann den Rucksack nur empfehlen. Die einzige Schwachstelle ist vielleicht die nur sehr schwache Rückenverstärkung, was zwar gut ist, wenn man den Daypack zusammengerollt im Backpack verstauen will, aber den Tragekomfort etwas beeinträchtigt.

 

GPS-Logger

Navin MiniHomerDen GPS Logger MiniHomer von Navin habe ich mir gekauft, um GPS-Tracks aufzeichnen und meine Fotos später am Laptop mit den Tracks mithilfe des Programms myTracks  zu synchronisieren. Das Programm schreibt die GPS-Daten in die EXIF-Daten der Fotos. Auf diese Weise kann ich später auf einer Karte genau sehen, wo ich die Fotos gemacht habe. Das Streichholzschachtel-kleine Gerät ist wasserdicht und sehr robust.

Der GPS Logger ist aber auch hilfreich, um zum Beispiel längere Trips (wie den Trip durch die Mongolei) aufzuzeichnen und später genau nachverfolgen oder auf diesem Blog zeigen zu können.

 

Externer Akku

AkkuUm auf längeren Zugfahrten oder mehrtägigen Trips mein iPhone oder den GPS-Logger aufladen zu können habe ich mir einen externen Akku mit 13.000 mAh geholt. Dieser wiegt zwar einiges, hat sich aber bereits mehrfach sehr bewährt. Das Teil hat zwei USB-Ausgänge und kann somit zwei Geräte gleichzeitig laden.

 

 

Packsäcke/-beutel

Man tut sich einen großen Gefallen, wenn man seine Klamotten und Kleinzeug nicht einfach in den Rucksack wirft, sondern in Packbeuteln sortiert. Es gibt unzählige Packbeutel auf dem Outdoormarkt. Ich habe mich viel erkundigt und mich für folgende Packsäcke entschieden:

Nordisk Durin Set (klick)

Nordisk Durin SetFür die Kleidung benutze ich die Kompressionsbeutel von Nordisk. Diese erfüllen gleich zwei Funktionen: zum einen sind sie wasserdicht und schützen meine Klamotten, sollte doch einmal Wasser in den Rucksack kommen. Zum anderen lassen sich die Klamotten auf unglaublich kleine Maße komprimieren und schützen T-Shirts auch vor Falten und Knittern. Ich benutze drei solcher Beutel und bin bislang absolut von ihnen überzeugt.

Exped Cord-Drybag UL Packsäcke (klick)

Exped Cord-Drybag UL Packsäcke Diese praktischen Packsäcke in verschiedenen Farben nutze ich für Unterwäsche und Kleinteile. Die Exped Drybags sind federleicht, robust und dazu noch wasserdicht. Absolute Empfehlung!

 

Exped Zip Pack UL Packsack (klick)

Exped Zip Pack UL PacksackIch benutze einen dieser Packsäcke für meine Elektroniksachen wie Lade- oder USB-Kabel. Vorteil ist, dass das Teil semitransparent und wetterfest ist. So finde ich schneller, was ich suche und schütze den Inhalt gleichzeitig vor Wasser und Dreck. Durch den sehr langen Reissverschluss kann man den Packsack sehr weit öffnen und gut im Inhalt wühlen, bis man das gesuchte Teil gefunden hat. Durch den Handgriff kann man den Packsack auch mal irgendwo aufhängen, wenn der Boden sehr dreckig oder nass ist.

Exped Waterproof Pack Liner Packsack (klick)

Exped Waterproof Pack Liner PacksackDer Vorteil dieser wasserdichten Packsäcke liegt für mich in den D-Ringen – so kann ich ein Schloss anbringen und zumindest die Hemmschwelle für Diebe etwas erhöhen. Ich habe den kleinsten Packsack mit 30 Litern Packvolumen, was mehr als ausreichend ist. Es passt sehr viel hinein, aber man kann durch den Rollverschluss das Volume auch auf das gewünschte Maß reduzieren. Bislang habe ich den Packsack als Aufbewahrungstasche für nicht benötigte Gepäckstücke, die ich während längerer Trips im Hostel lasse, und als Schmutzwäschebeutel benutzt. Der Packsack ist sehr universell und sein Geld auf jeden Fall wert, auch aufgrund des geringen Gewichts und der kompakten Maße, wenn man ihn nicht braucht und einfach zusammenrollt.

Exped Vista Organizer (klick)

Exped Vista Organizer 2 Exped Vista OrganizerDie perfekten Aufbewahrungstaschen für Kleinkram und Dokumente. Ich habe drei Stück: je einen Organizer  in Größe DIN A5 für meine Reiseapotheke und für den Kleinkram in meinem Daypack und ein kleineres Exemplar in Größe DIN A6 für meine Notfallapotheke, die ich immer schnell erreichbar verstaue. Die Exped Vista Organizer sind super praktisch, weil: übersichtlich durch durchsichtiges Material, extrem robust, spritzwasserfest, eine Halteöse zum Aufhängen an Haken.

 

Regen- und Schmutzschutzhülle

Obwohl mein Backpack im Grunde wasserdicht ist habe ich das Meru Cargo Bag DelMeru Cargo Bag De Luxeuxe dabei, aber vor allem, um den Rucksack für die Gepäckaufgabe auf Flügen oder in besonders dreckigen Gepäckabteilen in Bussen (oder auf Busdächern) sicher zu verpacken.

 

 

Externe Festplatten

Freecom ToughDrive 1TBIch benutze insgesamt drei 1-Terrabyte-Festplatten: zwei Backup-Festplatten, die ich getrennt aufbewahre, für TimeMachine Backups meines MBA und für große Daten und Musik, sowie eine Festplatte für Filme und Serien. Eine dieser Festplatten, die Freecom ToughDrive 1TB, ist besonders robust und übersteht auch Stürze auf harten Boden. Zudem hat sie praktischerweise ein USB-Kabel integriert.

 

Merino-Kleidung

Merino ist eine spezielle Schafwolle, die zwei entscheidende Vorteile und einen Nachteil hat.

Vorteile: die Wolle nimmt keine Gerüche an und man kann T-Shirts wirklich sehr viele Tage hintereinander tragen, bevor die Sitznachbarn im Bus die Nase rümpfen. Zudem trocknen Merino-Klamotten sehr schnell, was auf Reisen sehr praktisch ist.

Nachteil: der Preis. Für ein T-Shirt kann man locker 50-60 Euro ausgeben. Aber es lohnt sich.

Ich habe 4 T-Shirts und 3 Sockenpaare von Icebreaker, dem Merino-Pionier aus Neuseeland, und zwei Longsleeves von anderen Marken. Trotz des Preises waren es ein paar der besten Anschaffungen für die Reise.

 

Atmungsaktive Regenjacke

Ausrüstung 11Ich habe keine richtige Jacke dabei, sondern benutze das Zwiebelschalensystem und ziehe verschiedene Kleidungsschichten übereinander an. Die oberste Schicht ist die atmungsaktive und winddichte Regenjacke Super Mica von Marmot, die sehr leicht ist und sich klein packen lässt. Ich würde empfehlen, etwas mehr für so eine Jacke auszugeben, weil man in den günstigeren Modellen schnell viel schwitzt und das Tragegefühl nicht sehr angenehm ist. Ich habe die Jacke bereits ausgiebig bei Wind und Kälte genutzt und kann sie sehr weiter empfehlen.

 

Zip-off Hose

Zip-off Hosen sehen zumindest bei jungen Familienvätern mit Jack Wolfskin Jacken in deutschen Städten bescheuert aus, ich gebe es zu. Aber für eine Reise sind sie perfekt. Elastisch und gemütlich wie eine Jogginghose und dabei schnell trocknend eignen sie sich sehr gut für lange Zug- oder Busfahrten und haben den Vorteil der vielen Taschen. In den tagelangen Zugfahren in Russland und China war meine Zip-off Hose extrem praktisch, weil man in der Hose hervorragend schläft (anders als in Jeans) und sich im offenen Zugabteil somit nicht umziehen muss. Wenn es zu warm wird nimmt man einfach die langen Hosenbeine ab. Meiner Meinung ein Muss für eine Weltreise.

 

Pacsafe TravelSafe 20l

Pacsafe TravelSafe 20l

Eine der besten Anschaffungen für die Reise. Das durch ein Drahtnetz verstärkte wasserdichte Material ist schnittfest und schützt durch den abschließbaren Verschluss und das lange Stahlseil gut vor Diebstahl. Normalerweise habe ich den Pacsafe in meinem Daypack, wo es perfekt reinpasst und brauche so keine Angst zu haben, dass mir jemand heimlich den Rucksack aufschlitzt und mir etwas klaut. Manchmal lasse ich den Pacsafe auch im Hostel und verstaue darin Wertsachen, die ich nicht mit mir herumschleppen will. Dann schließe ich das Ganze einfach mit dem Stahlseil zum Beispiel an eine Heizung und habe ein besseres Gefühl, als bei so manchem Schließfach im Hostel. Leider kostet der Pacsafe TravelSafe mit 80€ sehr viel Geld. Für mich hat sich der Kauf aber gelohnt; zum Beispiel kann ich meinen Rucksack im Zug sorgenlos an meinem Platz lassen, wenn ich aufs Klo gehe – jemand müsste schon den ganzen Rucksack klauen, um an die Wertsachen zu kommen, und das ist meist zu auffällig.

 

Karabinerhaken

KarabinerhakenSehr universell einsetzbare Helfer! Man kann zum Beispiel wunderbar Hängematten daran aufhängen. Oder schwere Plastiktüten bequemer tragen, in dem man die Karabiner als Griffe benutzt. Oder man hängt die Tüten mit den Haken an den Backpack, oder für Geziefer unerreichbar an eine Leine. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

 

 

Kameras! 🙂

Kamera und ObjektiveKameratascheIch habe mich entschieden, einiges an Kamerazeugs mitzuschleppen, weil mir das Fotografieren viel zu viel Spaß macht, um die Ausrüstung zuhause zu lassen. Heutzutage gibt es zwar schon sehr gute Systemkameras, die deutlich leichter und kompakter sind, aber ohne optischen Sucher und meist mit umständlichen Einstellungsmöglichkeiten daher kommen. Für mich war klar, dass meine DSLR mit muss, aber das ist eine sehr persönliche Entscheidung und die meisten Reisenden entscheiden sich für das geringere Gewicht.

Pentax K-5

Pentaxkameras sind für mich perfekte Reise-DSLR. Pentaxe sind kompakter als die mir bekannten Kameras anderer Hersteller wie Nikon oder Canon in der gleichen Klasse, haben einen gegen Spritzwasser und Staub abgedichteten Body und sind sehr robust gebaut. Dazu ist das Rauschverhalten und der Dynamikumfang den Konkurrenzprodukten mindestens ebenbürtig, wenn nicht besser. Am meisten überzeugt mich aber die intuitive Handhabung und Menüführung. Aber das ist wieder eine sehr persönliche Entscheidung.

Objektive

Ich habe in meiner Fototasche ein abgedichtetes Pentax 18-135/3.5-5.6 WR Zoomobjektiv, welches relativ kompakt und leicht ist und eine recht gute optische Qualität bietet. Dazu habe ich die drei optisch wie haptisch hervorragenden Pentax Festbrennweiten DA 15/4 Limited, DA 40/2.8 Limited und DA 70/2.4 Limited, sowie das 8mm Fisheye Objektiv von Samyang eingepackt. Auf seinen ersten Einsatz wartet bislang noch das 90mm/2.8 Macro Objektiv von Tamron.

Stativ

Ein sehr guter Kompromiss zwischen Größe/Gewicht und Einsatzmöglichkeiten ist das GorillaPod Stativ von Joby. Es ist so klein und leicht, dass man es ohne Probleme im Daypack mitnehmen kann und dabei so universell einsetzbar, dass man eigentlich immer eine Möglichkeit findet, das Stativ anzubringen. In der Mongolei habe ich es zum Beispiel in der Jurte einfach an eine Deckenstrebe gehängt.

GoPro Hero HD

Meine GoPro, die ich für das Gleitschirmfliegen benutze, musste auch mit in den Rucksack. Bisher habe ich sie noch kaum benutzt, hoffe aber, dass sie bei der ein oder anderen Wildwasserrafting- oder Mountainbiketour zum Einsatz kommt.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

wp_footer();